{"id":1051,"date":"2018-12-15T09:00:01","date_gmt":"2018-12-15T08:00:01","guid":{"rendered":"http:\/\/revue.local\/?post_type=dev&p=1051"},"modified":"2018-12-03T17:16:39","modified_gmt":"2018-12-03T16:16:39","slug":"wordpress-5-tribe","status":"publish","type":"dev","link":"https:\/\/revue.local\/dev\/wordpress-5-tribe\/","title":{"rendered":"Rentiere sind Herdentiere. WordPress ist auch so etwas."},"content":{"rendered":"
Klopf, klopf! Weihnachten steht vor der T\u00fcr. Bei manchen hat es schon geschneit und bei Schnee denke ich irgendwie immer an Hundeschlittenrennen. Oder an Rudolf das Rentier. Wenn wir bei Hunden sind, ist der Begriff des „Rudels“ gar nicht mehr weit. Bei Rentieren w\u00e4re es quasi die Herde.<\/p>\n
Beim Rudel sind die F\u00fchrer meist die \u00c4lteren Tiere<\/a> oder aber die, die es sich erk\u00e4mpfen. Da frage ich mich: wo befindet sich da eigentlich die WordPress-Community? Im vergangenen Monat habe ich (noch einmal) das Buch „Tribes“ von Seth Godin gelesen<\/a>. Dort beschreibt der Autor, wie man seinen eigenen „Tribe“ aufbaut.<\/p>\n \u00dcbersetzt hei\u00dft Tribe in etwa „Stamm“ oder „Stammeszugeh\u00f6rige“. Es geht also in Richtung Rudel und Herde. Jedoch auf Menschen bezogen. Interessant war das f\u00fcr mich, weil ich pl\u00f6tzlich den Zusammenhang zwischen Matt Mullenweg (CEO von Automattic und Mitgr\u00fcnder von WordPress) und der gesamten WordPress-Community sah.<\/p>\n Wir – die Community – sind ja quasi nichts anderes als die Gefolgschaft von Matt Mullenweg. Sein Stamm. Seine Tribe.<\/p>\n Ich gebe zu das h\u00f6rt sich irgendwie freaky an. Keiner will letztlich jemandem „unterstellt“ sein. Aber genau darum geht es. Das Zwischending von Rudel und Herde ist die Tribe. Sie ist frei, kann alles machen, verfolgt aber gemeinsam ein Ziel. Der „Anf\u00fchrer“ ist eher so etwas wie ein „Leiter“. Er gibt nur die Richtung vor, spricht nie von sich selbst, sondern immer von „wir“. Sch\u00f6n zu sehen ist das in Matt Mullenwegs Blogpost zum Thema Gutenberg<\/a>. Hier ein Beispielzitat (sinngem\u00e4\u00df auf Deutsch):<\/p>\n „…. die globale WordPress-Community hat einige der talentiertesten Mitwirkenden der Welt und wir k\u00f6nnen es so gut machen, wie wir es wollen.“<\/p><\/blockquote>\n Und das, obwohl mehr als 35 Automattic-Mitarbeiter fest an WordPress arbeiten. Ein Teil davon an Gutenberg. Sie geh\u00f6ren vielleicht gar nicht zum Tribe, weil sie Angestellte sind die tun, was der Chef sagt. Interessant ist aber, was Matt mit solchen Aussagen erreicht: ein Wir-Gef\u00fchl. Wer schon einmal auf einem WordCamp war, der sp\u00fcrt das.<\/p>\n Das geschieht \u00fcbrigens \u00fcberall auf der Welt. Denkt man zum Beispiel an Apple und den App-Store: das gleiche System. Der Gro\u00dfteil der Apps kommt eindeutig nicht von Apple. Auch Facebook funktioniert so: ohne Inhalte w\u00e4re niemand dort. Wir generieren diese Inhalte, die f\u00fcr die Unternehmen so wertvoll sind.<\/p>\n Uga uga. Wie kriegt man da jetzt die Kurve vom Stammesmitglied zu den WordPress News? Ehrlich gesagt: keine Ahnung. Vielleicht noch ein Tipp: lesen Sie das Buch. Auch dann, wenn Sie keine eigene Tribe haben wollen. Es ist trotzdem h\u00f6chst interessant die Parallelen zu sehen.<\/p>\n Wann kommt denn WordPress 5 nun endlich? Sch\u00f6n, dass Sie fragen. Hier nochmal kurz die Faktenlage:<\/p>\n Ich denke auch, dass das WordCamp US letztlich immer das Ziel von Matt Mullenweg war. Man muss halt ein bisschen Druck aufbauen, wenn man ein Datum einhalten will.<\/p>\n Einige bekannte Gesichter (unter anderem Joost von Yoast<\/a>) hatten sich zuvor zu Wort gemeldet und sich daf\u00fcr eingesetzt, das Release-Datum von WordPress 5.0 zu verschieben<\/a> (was danach auch geschah). Ich denke, viele hatten sich Januar erhofft (en).<\/p>\n Eine sehr wichtige Nachricht kam dann am 7. November: Der Classic-Editor wird als Plugin von der Community noch bis 31. Dezember 2021 gepflegt und offiziell unterst\u00fctzt werden<\/a> (en).<\/p>\n Bei WP-Tavern wurde sogar dar\u00fcber spekuliert, ob das Classic-Editor Plugin nicht direkt mit WordPress 5.0 ausgeliefert werden soll<\/a> (en). So wie es auch mit Akismet und HelloDolly schon der Fall ist.<\/p>\n Wenn WordPress 5.0 erschienen ist, wird es alle zwei Wochen ein kleineres Update geben<\/a>, welches die aktuellen Probleme (wahrscheinlich von Gutenberg) behebt (en).<\/p>\n Matt Mullenweg war auf dem WordCamp Portland zu Gast und stellte sich den Fragen aus der WordPress-Community.<\/a> Das Video findet man online auf WordCamp.tv (en). Eine Zuschauerin fragte, wie man damit umgehen soll, wenn ein Plugin nicht Gutenberg-kompatibel sei. Interessantes Video. Unbedingt reinschauen.<\/p>\n Matt hatte vergangene Woche dazu eingeladen, mit ihm sprechen zu k\u00f6nnen.<\/a> Daf\u00fcr hatte er sich jeweils 15-Minuten Zeit genommen. 22 Personen nutzen das Angebot. Laut seinem Kommentar war den Menschen folgendes wichtig:<\/p>\n DJ Walker fragte sich in der letzten Woche,\u00a0ob es nicht an der Zeit w\u00e4re, sich von WordPress abzukehren<\/a> (en). Seine Empfehlung sind Static-Site-Builders. Ich finde das cool, weil das unglaublich performant sein kann. Funktioniert aber nur, wenn man a) technisch versiert ist und b) eher kleinere Seiten betreibt. Naja, eventuell funktioniert das auch auf gro\u00dfen Seiten (SmashingMag macht das so. – Ob die damit zufrieden sind?). Es ist aber sicherlich nichts f\u00fcr den Allerwelts-Blogger da drau\u00dfen.<\/p>\n Die Preise f\u00fcr die Tickets zum Besuch eines WordCamps werden 2019 um 5 US-Dollar pro Person pro Tag steigen<\/a> (en).<\/p>\n WordPress 5.0 wird auch PHP 7.3-Support haben<\/a> (en). Dann k\u00f6nnen wir alle auch PHP updaten!<\/p>\n BuddyPress ist in Version 4 erschienen<\/a> (en). Hauptfokus lag auf den Privatsph\u00e4re-Einstellungen.<\/p>\n Gutenberg wurde der neue Editor von WordPress getauft. Er wird mit Version 5.0 ausgeliefert und flei\u00dfig weiterentwickelt. Hier die Ver\u00e4nderungen im letzten Monat:<\/p>\n Gutenberg wurde aktuell rund 1.2 Millionen mal installiert<\/a> (en).<\/p>\n Die WordPress App wird Gutenberg-Support bekommen.<\/a> Allerdings nicht vor Februar 2019. Eine erste Beta ist n\u00e4mlich bis zu diesem Zeitpunkt geplant (en).<\/p>\n Jessica Lyschik hat mit gutenberg-fibel.de<\/a> eine Info-Seite zum neuen Block-Editor geschaffen.<\/p>\n Mit dem BlockLab-Plugin lassen sich eigene Gutenberg-Bl\u00f6cke bauen<\/a> (en).<\/p>\n Mit WPStackable gibt es ein weiteres Plugin mit noch mehr Gutenberg-Bl\u00f6cken<\/a> (en).<\/p>\n David Bisset hat 40 Sch\u00fclern der Generation Z \u00fcber die Schulter geschaut und sie gefragt, ob sie mit Gutenberg umgehen k\u00f6nnen.<\/a> 96,8% sagten „ja, nachdem ich mich ein bisschen damit auseinander gesetzt hatte“ (en).<\/p>\n Bill Erickson schrieb in seinem Blog dar\u00fcber, wie man Gutenberg-Bl\u00f6cke mit Advanced Custom Fields<\/a> baut (en).<\/p>\n Nachdem WordPress 5.0 erschienen ist, wird Phase 2 der Gutenberg-Entwicklung losgehen. Das hei\u00dft: Fokussierung auf Sidebars, Widgets, Men\u00fcs, etc.<\/p>\n Mel Choyce – eigentlich verantwortlich f\u00fcr das Plugin-Repository bei WordPress.org – schaut sich derzeit verschiedene Site-Builder (auch au\u00dferhalb der WordPress-Welt) an. Den Anfang machte Sparkle<\/a> (en).<\/p>\n Im letzten WordPress Newsletter<\/a> hatte ich erl\u00e4utert, dass Gutenberg derzeit nichts f\u00fcr Menschen mit Behinderung ist. Denn der neue Editor ist nicht „accessible“, also zug\u00e4nglich, f\u00fcr Personen mit Einschr\u00e4nkungen. Matt Mullenweg hat angek\u00fcndigt, dass sein Unternehmen Automattic einen externen Accessibility-Audit bezahlen wird<\/a> (en). Die Kosten daf\u00fcr belaufen sich auf ungef\u00e4hr 30’000 USD<\/a> (en).<\/p>\n Der Classic-Editor wird als Plugin von der Community noch bis 31. Dezember 2021 gepflegt und offiziell unterst\u00fctzt werden<\/a> (en). Das bedeutet f\u00fcr uns Plugin-Entwickler: doppelte Arbeit f\u00fcr ungef\u00e4hr drei Jahre.<\/p>\n Gary Pendergast hat im WordPress-Make-Blog zusammengefasst, welche Metabox-Flags es in Version 5.0 neu geben wird<\/a>. Zur Erinnerung: Aufgrund von Gutenberg haben Metaboxen im klassischen Sinne ausgedient (en).<\/p>\n Irgendwie bin ich ja kein begeisterter JavaScript-Fanboy. Ich empfinde es als sehr fehleranf\u00e4llig. Aus fr\u00fcheren Support-Anfragen wei\u00df ich, dass ein kleines JavaScript alles zerst\u00f6ren kann. Ich bin gespannt, wie WordPress das zuk\u00fcnftig l\u00f6sen wird. Gerade in Hinsicht auf Gutenberg. Auf der anderen Seite sehe ich auch, wie Matt im oben genannten Blogpost erw\u00e4hnt hat<\/a>, dass es die Cross-Plattform-Collaboration deutlich vereinfacht.<\/p>\n Kinsta hat einen Blogpost ver\u00f6ffentlicht der vorstellt, wie viel ein WordPress Entwickler im Schnitt verdient<\/a> (en).<\/p>\n Das TorqueMag hat in einem sch\u00f6nen Blogbeitrag gezeigt, wie sich die WP-CLI zur Automatisierung benutzen l\u00e4sst<\/a> (en).<\/p>\n John Blackbourn hat seinem popul\u00e4ren Query-Monitor Plugin eine Gutenberg Block-Debugging-Funktion spendiert<\/a> (en).<\/p>\n Plugins werden keine „Tested-Up-To“-Feld in der readme.txt f\u00fcr PHP-Versonen bekommen<\/a> (en).<\/p>\n Interessante CSS-Snippets die jeder innerhalb von 30 Sekunden<\/a> verstehen und lernen kann (en).<\/p>\n Bei CSSWizardry erschien ein technischer Artikel zum Thema CSS und Netzwerk-Performance<\/a> (en).<\/p>\n HTTP\/3 ist in der Pipeline.<\/a> Daniel Stenberg hat berichtet, dass der Name ge\u00e4ndert wurde. Zuvor sollte der Standard QUIC hei\u00dfen.<\/p>\n Google hat eine neue Website gelaunched: web.dev soll (Web-)Entwicklern dabei helfen, bessere (Web-)Entwickler zu werden<\/a> (en).<\/p>\n Der bekannte Webserver NGINX arbeitet an etwas, das das Team NJS nennt<\/a>. JavaScript-Code der sozusagen im Webserver laufen kann (en).<\/p>\n Igor Beni\u0107 hat dar\u00fcber geschrieben, wie sich das @wordpress\/hooks JavaScript-Paket (in eigenen JavaScript-Apps) nutzen l\u00e4sst<\/a> (en).<\/p>\n PWA. Schonmal geh\u00f6rt? Progressive Web App. Alle Techniken die dazu geh\u00f6ren: ein Guide auf SmashingMag zeigt es<\/a> (en).<\/p>\n<\/a>Eine Herde kann einen F\u00fchrer haben, sagt der Zoologe Dr. Joerns Fickel<\/a>. Muss aber nicht. Herden sind oft so gro\u00df, dass die einzelnen Tiere sich untereinander nicht mehr kennen. \u00c4hnlich einem gro\u00dfen Unternehmen (oder einer Community). Ist aber auch egal. Grunds\u00e4tzlich l\u00e4sst sich unterscheiden zwischen einem Verbund mit F\u00fchrer („Ich folge dir“) und einem ohne F\u00fchrer („Ich laufe da hin, wo mein Nachbar hinl\u00e4uft“).<\/p>\n
Vom Rudel …<\/h2>\n
… zum Tribe<\/h2>\n
WordPress 5.0 & Gutenberg<\/h2>\n
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